Köln vs. Düsseldorf – Der ewige rheinische Streit
Warum wir uns seit 700 Jahren fetzen (aber liebevoll) – rheinische Folklore.
Helau! – und fast gelyncht
Du bist in Köln, hast ein Kölsch in der Hand, die Schaafenstraße ist voll – alles gut. Und dann sagt jemand: „Ich komm aus Düsseldorf." Plötzlich kippt die Stimmung. So läuft das. Aber warum eigentlich?
1288 – Die Schlacht von Worringen
Jede Kölner Erklärung fängt hier an. Die Legende: Kölner und Düsseldorfer als Feinde. Die Wahrheit: Sie kämpften auf derselben Seite gegen den Erzbischof. Trotzdem hält sich die Legende vom bösen Nachbarn – weil sie zu gut ist.
Der Kölner Stapelzwang
Ab 1259 mussten Rhein-Händler ihre Waren in Köln ausladen und verkaufen – enormer Reichtum für Köln, Schaden für alle flussabwärts. Erst 1831 abgeschafft. Aber der Groll saß tief.
Bier – Der tägliche Kleinkrieg
Kölsch vs. Alt. Kölsch darf sich nur so nennen, wenn in Köln gebraut. Ein Düsseldorfer, der Kölsch bestellt, wird in Köln gefeiert – in Düsseldorf schief angeschaut. Wer die Biere mischt, begeht ein Verbrechen.
Karneval – Alaaf vs. Helau
„Kölle Alaaf!" vs. „Düsseldorf Helau!" Die Narrenrufe sind anders, die Traditionen anders – aber gefeiert wird in beiden Städten exzessiv.
Was heißt das für schwules.koeln?
Düsseldorf ist nah – 40 km, 20 Minuten Zug. Und hat eine queere Szene: die Bergerstraße, Zollstraße, Bobby's Bar. Wir schreiben über Köln – aber wir ignorieren Düsseldorf nicht. Weil: was die schwule Szene angeht, hat Düsseldorf eine schöne Kö. Köln hat eine ganze Straße. Da ist die Sache klar. Kölle Alaaf!